Tempo im Einsatz

„Von den Alpen bis zur Nordsee“ – 1951

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„Das letzte Wort hat der Erfolg“

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Die beiden Prospekte im Vergleich

Edmund Iden, Blitztransporte Berlin – vom Wiederanfang zur Großflotte

Hier lassen sich die beiden Prospekte unmittelbar miteinander verbinden. 1951 erzählt Iden, dass er 1934 mit einem Tempo begonnen, 1939 bereits 50 Wagen besessen und nach der Zerstörung des Betriebs 1944 im November 1949 mit einem einzigen Fahrzeug neu angefangen habe. 1951 sind wieder 14 Tempo-Wagen im Einsatz.

Im zweiten Prospekt wird Iden erneut vorgestellt. Nun berichtet er vom Kauf seines 120. Tempo-Wagens. Im laufenden Betrieb stehen bereits wieder 70 Fahrzeuge, darunter sieben Matadore. Die Veränderung ist nicht nur quantitativ: 1951 dominieren die kleinen Tempo-Transporter für den sofortigen Handwerker- und Eildienst; im zweiten Prospekt erklärt Iden, dass inzwischen auch Großbetriebe zu seinen Auftraggebern gehören und gerade diese die Matadore verlangen. Die beiden Hefte dokumentieren damit innerhalb weniger Jahre den Wiederaufbau und die Ausweitung seines Fuhrbetriebs.

Heute – gibt es diese Betriebe noch?

Krauss-Maffei → KraussMaffei

Der 1951 gezeigte Münchner Industriebetrieb besteht in einer fortentwickelten Unternehmenslinie fort. Die heutige KraussMaffei-Gruppe führt ihre Geschichte bis 1838 zurück; 1931 entstand aus Krauss & Comp. und J. A. Maffei die gemeinsame Gesellschaft, seit 1940 wurde der Name Krauss-Maffei verwendet. Heute liegt der Schwerpunkt auf Maschinen und Anlagen für Kunststoff- und Kautschukverarbeitung. Unternehmensgeschichte.

Wolfra-Kelterei

Auch Wolfra existiert weiterhin. Das Unternehmen wurde 1930 in Wolfratshausen gegründet und führt die Natursaftkelterei heute von Erding aus fort. Damit lässt sich der im zweiten Prospekt fotografierte Einsatz eines Tempo-Matador unmittelbar mit einem noch bestehenden Traditionsunternehmen verbinden. Wolfra heute.

Energieversorgung Weser-Ems → EWE AG

Die im zweiten Prospekt genannte Energieversorgung Weser-Ems AG ist die heutige EWE AG. Das Unternehmen beschreibt seine Wurzeln selbst über die Stromversorgungs AG Oldenburg-Ostfriesland und den Landeselektrizitätsverband Oldenburg. Heute verbindet EWE Energieversorgung mit Telekommunikation und IT. EWE-Unternehmensgeschichte.

Frankfurter Rundschau

Die im Prospekt mit drei Matadoren und einem MIKAFA-Luxus-Bus gezeigte Frankfurter Rundschau erscheint weiterhin. Anbieterin des heutigen Angebots ist die Frankfurter Rundschau GmbH in Frankfurt am Main. Frankfurter Rundschau heute.

Bäcker-Einkauf Düsseldorf → BÄKO WEST

Die genossenschaftliche Linie ist nachvollziehbar: Die heutige BÄKO WEST nennt die Gründung der BÄKO Düsseldorf 1903 und dokumentiert deren Fusion 2010 mit der BÄKO Rhein Ruhr zur BÄKO WEST eG. Damit hat der im zweiten Prospekt porträtierte Bäcker-Einkauf eine klar belegbare Nachfolgegeschichte. BÄKO WEST – Geschichte.

A. Gradmann, Konstanz

Das farbige Schlussbild des 1951er Hefts zeigt einen Tempo der Firma A. Gradmann mit der Beschriftung „Drogen · Farben · Chemikalien“. Historische Konstanzer Quellen führen A. Gradmann bereits als Drogerie bzw. Handel mit Drogen, Chemikalien und Farbwaren. Heute besteht in Konstanz die A. Gradmann Handels GmbH als Farbenmarkt. Die Namens-, Orts- und Branchenspur ist bemerkenswert; die genaue gesellschaftsrechtliche Kontinuität wird auf dieser Seite jedoch nicht ohne zusätzlichen Registerbeleg behauptet. A. Gradmann heute.

Carl Roth, Karlsruhe

Der im zweiten Prospekt gezeigte Karlsruher Betrieb Carl Roth besitzt eine belegbare Fortführung bis heute. Das Unternehmen wurde 1879 als Material-, Colonial- und Farbwarenhandlung und Drogerie gegründet. 1928 kam die Abteilung für Laborchemikalien hinzu; aus diesem Geschäft entwickelte sich der heutige Anbieter für Laborbedarf, Life Science und Chemikalien. Carl Roth heute.

Buckower Steinofenbrotfabrik

Für die im zweiten Prospekt gezeigte Buckower Steinofenbrotfabrik Thea Strohm ist eine spätere Registerspur vorhanden: Für die unter HRA 10998 beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg geführte Firma wurde 1997 ein Amtslöschungsverfahren bekannt gemacht. Ein heutiger fortbestehender Betrieb ist damit nicht belegt.

Weitere porträtierte Betriebe

Für Stadler Schnelltransporte, Josef Harrer, das Weingut Scharfenberger, Alois Liegg, Kranseder, Möbelhaus Moser, Ernst Göhner, Hugo Endress, Max Lang, Anton Zwingel, Jean Bossert, Schwabenbräu Düsseldorf, Friedrich Schmitt, Karla Staudinger, Julius Busch, Wegner & Co., Otto Muhr & Co., Ludwig Schelkopf, die Fischhandlung Schlereth, Heinrich Husmann, Margarete Zörner, HOMOIA, Walter Guttwein, Blaue Eilboten, HERBRAND & Co., Eduard Gerlach, Gebrüder Eichriede und Papier-Müller konnte in der ersten Webprüfung noch keine ausreichend sichere heutige Unternehmensidentität belegt werden. Sie werden deshalb nicht mit zufälligen Namensgleichheiten verknüpft.

Was die beiden Hefte gemeinsam erzählen

1951 wirbt Tempo noch stark mit dem Hanseat als extrem wirtschaftlichem Arbeitsgerät für Handel und Handwerk. Im zweiten Prospekt ist der Übergang zur neuen Modellgeneration sichtbar: Der Wiking ersetzt in vielen Betrieben den Hanseat, während der Matador dort auftaucht, wo Nutzlast, Reichweite oder größere Auftraggeber höhere Anforderungen stellen. Besonders deutlich wird dieser Wandel bei Edmund Iden: Aus 14 wiederaufgebauten Tempo-Fahrzeugen werden 70 Fahrzeuge im laufenden Betrieb, und sieben Matadore übernehmen die größeren Aufträge.

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