wir über uns

TEMPO CLUB DEUTSCHLAND · GEGRÜNDET AM 9. JULI 1999

Gemeinschaft hält Tempo in Fahrt.

Der Tempo Club ist die freundschaftliche Gemeinschaft für Tempo-Besitzer, zukünftige Besitzer und alle, die sich für die Fahrzeuge, ihre Technik und ihre Geschichte begeistern. Wir bewahren nicht nur Fahrzeuge und Unterlagen – wir führen den persönlichen Gedanken des früheren Tempo-Kundendienstes in die Gegenwart weiter.

Fahrerhilfsgemeinschaft – damals wie heute

Ein historisches Nutzfahrzeug zu besitzen bedeutet für uns mehr, als es nur zu erhalten und gelegentlich auszustellen. Unsere Tempo sollen fahren. Deshalb verstehen wir den Club ganz bewusst als Fahrerhilfsgemeinschaft.

Wer mit einem Tempo unterwegs ist, soll mit seinen Fragen und Problemen nicht allein sein. Technische Erfahrungen, Ersatzteilquellen, Reparaturmöglichkeiten, Nachfertigungen und praktische Hilfe werden untereinander weitergegeben. Vieles von diesem Wissen steht in keinem Werkstatthandbuch: Es ist über Jahrzehnte bei der Arbeit an den Fahrzeugen entstanden und wird von Fahrer zu Fahrer weitergegeben.

Jeder kann dazu beitragen – mit technischem Wissen, historischen Dokumenten und Fotos, Erinnerungen, Kontakten, Ersatzteilen oder einfach mit einer helfenden Hand.

TEMPO · KUNDENDIENST · GEMEINSCHAFT

Vom Kundenkontakt des Werks zur Gemeinschaft der Fahrer

Tempo baute Nutzfahrzeuge für den täglichen Einsatz. Für ihre Besitzer waren sie Arbeitsgeräte, auf deren Zuverlässigkeit man angewiesen war. Entsprechend wichtig waren Werkstätten, Kundendienst und der direkte Kontakt zwischen Werk und Kunden.

Diese besondere Nähe ist für uns ein Teil der Tempo-Tradition. Das Werk in seiner damaligen Form gibt es nicht mehr – der Gedanke dahinter lässt sich aber fortführen: Wer einen Tempo fährt, soll Unterstützung finden. Was früher Werk, Kundendienstorganisation und Werkstätten verband, lebt heute in anderer Form im Wissen und in der Hilfsbereitschaft der Tempo-Gemeinschaft weiter.

Persönlicher Kontakt statt anonymer Oldtimerszene

Der Tempo Club ist bewusst eine überschaubare Gemeinschaft geblieben. Viele Kontakte bestehen seit Jahren oder Jahrzehnten. Man kennt die Fahrzeuge der anderen, verfolgt Restaurierungen, hilft bei technischen Problemen und freut sich auf das Wiedersehen.

Dazu gehören unsere Stammtische und regelmäßigen Kontakte im kleinen Kreis. Nicht jedes Treffen muss eine große Veranstaltung sein. Gerade zwanglose Zusammenkünfte, gemeinsame Ausfahrten, Werkstattbesuche und Gespräche unter Tempo-Freunden prägen das Clubleben.

Auch wer noch keinen Tempo besitzt, gehört dazu. Wer ein Fahrzeug sucht, sich zunächst informieren möchte oder einfach Freude an der Geschichte der Marke hat, ist bei uns willkommen.

9. Juli 1999Gründung des Tempo Club Deutschland · zunächst entstanden aus einzelnen Bekanntschaften, Kontakten und dem gemeinsamen Interesse an Tempo

Von den ersten Kontakten zum ersten großen Treffen

Nach der Gründung am 9. Juli 1999 begann alles zunächst ganz locker. In den ersten beiden Jahren wuchs der Club aus einzelnen Bekanntschaften, persönlichen Kontakten und dem Austausch unter Tempo-Freunden. Ein wichtiges verbindendes Element war die Clubzeitung Tempo-Geist, die von 1999 bis 2003 erschien.

Noch vor dem ersten großen Clubtreffen gab es ein Schlüsselereignis: Am 9. April 2000 beteiligte sich der 1999 gegründete Tempo Club an der Eröffnung der Tempo-Sonderausstellung im Technik- und Verkehrsmuseum Stade. Die Ausstellung war von Wencke Sarrach aus Neu Wulmstorf mit großem persönlichen Einsatz organisiert worden. Stade war damit die erste Veranstaltung mit Beteiligung des Tempo Clubs. Der Clubstand auf dem Teilemarkt war stark besucht; an diesem Tag kamen zahlreiche neue Mitglieder hinzu. Für die Entwicklung der jungen Gemeinschaft wurde Stade zu einem entscheidenden frühen Schlüsselereignis.

Clubgründer Stephan Bussang am Pavillon des Tempo Club Deutschland bei der Tempo-Sonderausstellung in Stade 2000
Stade, 9. April 2000: Clubgründer Stephan Bussang neben dem Club-Pavillon. Das Banner „Der Tempo Club in Deutschland“ existiert bis heute und wird weiterhin verwendet. Auf dem Tapeziertisch sind bereits Archivunterlagen und Ersatzteile zu erkennen – ein frühes Bild dafür, dass Dokumentation, gegenseitige Hilfe und die Versorgung der Mitglieder mit Teilen von Beginn an zur praktischen Clubarbeit gehörten.
Tempo-Sonderausstellung im Technik- und Verkehrsmuseum Stade 2000
Ein weiterer zeitgenössischer Eindruck aus der Tempo-Sonderausstellung in Stade. Die erhaltene ursprüngliche Club-Webseite von 2000 dient für die Geschichte des Clubs als zeitgenössische Primärquelle.

Das erste große Treffen des Clubs fand 2001 statt – und wurde bereits zu einem großen Erfolg. Seitdem bringen die regelmäßigen Tempo-Treffen Fahrzeuge und Menschen zusammen, die im Alltag über Deutschland und weit darüber hinaus verteilt sind. Im Mittelpunkt stehen nicht Pokale oder ein möglichst perfekter Fahrzeugzustand, sondern das Wiedersehen, gemeinsame Erlebnisse und natürlich die Tempo.

Restaurierte Fahrzeuge stehen neben jahrzehntelang erhaltenen Originalen und Fahrzeugen, an denen noch gearbeitet wird. Jedes erzählt einen Teil der Geschichte. Bei Ausfahrten, technischen Gesprächen und gemeinsamen Stunden werden aus Kontakten Bekanntschaften – und aus Bekanntschaften häufig Freundschaften.

Erfahrene Besitzer treffen hier ebenso auf Menschen, die gerade ihren ersten Tempo entdeckt haben oder überlegen, sich einen zuzulegen. Diese Offenheit gehört von Anfang an zum Charakter unserer Treffen.

HAUSMITTEILUNG AN MITGLIEDER UND FREUNDE

Unsere Rundschreiben

Schon in den ersten Jahren gehörte eine eigene Clubpublikation zum gemeinsamen Austausch. Von 1999 bis 2003 erschien die Clubzeitung Tempo-Geist und begleitete die noch junge Gemeinschaft durch ihre Aufbauzeit.

Heute wird diese Tradition mit unseren Hausmitteilungen fortgeführt, die Kai Uwe Wahl regelmäßig vierteljährlich für Mitglieder und Freunde erstellt. Sie sind bewusst weniger eine klassische Vereinszeitschrift als eine persönliche Hausmitteilung aus der Tempo-Gemeinschaft: Treffen und Ausfahrten, Restaurierungen und technische Erfahrungen, neu aufgetauchte Fahrzeuge, historische Funde, Ersatzteile und Nachfertigungen, Termine und Nachrichten aus dem Kreis unserer Mitglieder und Freunde.

Auch kleine Geschichten gehören dazu. Denn Tempo-Geschichte besteht heute nicht allein aus dem, was einst im Werk geschah. Sie wird mit jedem erhaltenen Fahrzeug, jeder Reparatur, jedem wiederentdeckten Dokument und jeder gemeinsamen Fahrt weitergeschrieben. So sind die Rundschreiben selbst längst ein Teil der jüngeren Tempo-Geschichte geworden.

Geschichte bewahren – und weiter erforschen

Tempo-Geschichte ist für uns kein abgeschlossenes Kapitel. Noch immer tauchen unbekannte Fotos, Prospekte, Werkstattunterlagen, Fahrzeuge und persönliche Erinnerungen auf. Über Jahrzehnte weitergegebene Angaben lassen sich durch neue Quellen ergänzen, präzisieren oder korrigieren.

Deshalb gehört historische Forschung heute ebenso zur Arbeit des Clubs wie die technische Unterstützung. Wir sammeln und erschließen Originalunterlagen, vergleichen Quellen und dokumentieren die Geschichte der Fahrzeuge, des Unternehmens, des Werks und der Menschen dahinter.

Diese Internetseite soll deshalb zunehmend Wissensspeicher, Archiv und technische Hilfe für Tempo-Fahrer sein. Ersatzteilkataloge, technische Informationen, Fahrzeugdaten, zeitgenössische Dokumente und neue Forschungsergebnisse werden hier langfristig zusammengeführt und zugänglich gemacht.

Für Besitzer, zukünftige Besitzer und alle Tempo-Interessierten

Manche von uns besitzen seit Jahrzehnten einen Tempo. Andere restaurieren gerade ihr erstes Fahrzeug, suchen Ersatzteile oder technische Informationen. Manche möchten erst einen Tempo kaufen. Und wieder andere besitzen überhaupt keinen.

Tempo-Freund kann man auch ohne eigenen Tempo sein. Willkommen ist jeder, der sich für die Fahrzeuge, die Geschichte des Tempo-Werks und der Marke interessiert, historische Dokumente bewahrt oder einfach verfolgen und miterleben möchte, was rund um Tempo heute geschieht.

TRADITION LEBT, WENN MAN SIE WEITERFÜHRT.

Fahren. Helfen. Wissen bewahren.
Tempo gemeinsam weiterführen.

Der Tempo Club verbindet Vergangenheit und Gegenwart: Werkserinnerung und heutige Fahrer, historische Unterlagen und praktische Hilfe, Forschung und Werkstatterfahrung, große Treffen und das Gespräch am Stammtisch. Vor allem aber verbindet er Menschen.

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